Ermittlung des barwertigen (EVE) und periodischen (NII) Zinsänderungsrisikos bei Geschäften des Bankbuchs

Hintergrund

Die EBA Leitlininien von 2018 verpflichten die Institute, ihre Zinsänderungsrisiken mindestens vierteljährlich sowohl barwertig als auch ertragsorientiert zu messen. Die Leitlinien verpflichten die Banken, die neue Verordnung bis zum 30. Juni 2019 (Banken der Kategorien 1 und 2) bzw. 31. Dezember 2019 (Banken der Kategorien 3 und 4) einzuhalten. Die Richtlinien wurden bereits in nationale Vorschriften umgesetzt oder werden derzeit beraten. Abacus360 Risk bietet Lösungen für beide Perspektiven.

Fachlicher Umfang der IRRBB Solution

Die End-to-End IRRBB Solution basiert wie alle Abacus360 Risk-Module auf einem einheitlichen Datenmodell und bietet Prozesse und Methoden für Data Management, Cash Flow Generierung, Szenarioverwaltung, Modellierung/Parametrisierung und Risikokalkulationen.

Barwertiges Zinsänderungsrisiko (EVE)

Für die barwertige Perspektive auf Zinsänderungsrisiken (EVE) werden die Barwerte von einfachen, komplexen und exotischen Finanzprodukten für ein breites Spektrum von Retail- und Investmentbanking-Produkten unter Anwendung verschiedener Marktdaten-Szenarien unter marktüblichen Business Day Conventions, Daycount Conventions sowie diverse Bewertungsmodelle berechnet. Mit Hilfe einer weitreichenden Marktdatenkonfiguration kann genau gesteuert werden, welche Marktdaten in der Simulation verwendet werden sollen. Die Lösung bietet einen Parallel-Shift genauso wie die in den EBA Guidelines beschriebenen Zinsszenarien (+/-200bp und 6 Stressszenarien) an. Bei der Berechnung wird ein integrierter für Zinsänderungsrisiko entwickelter Produktfilter genutzt, zum Beispiel die Exklusion von CET1 Instrumenten. Zudem werden bei der Berechnung der von der EBA geforderte währungsabhängige Zinsfloor sowie explizite Optionen (z. B. Sondertilgungs- und Kündigungsrechte sowie offene Kreditzusagen) berücksichtigt. Alle berechneten Barwertdifferenzen werden pro Szenario im Abacus360-Datenmodell ausgegeben und das barwertige Zinsänderungsrisikos wird mit Hilfe von integrierter Aggregation berechnet.

Periodisches Zinsänderungsrisiko (NII)

Neben der Barwert-Perspektive bietet Abacus360 auch die GuV-orientierte (Net Interest Income, NII) Quantifizierung von Zinsänderungsrisiken. Die NII Solution ermittelt für parametrisierbare Vorschauzeiträume und Zinsszenarien das Zinsergebnis im Basisszenario als auch unter adversen Zinsschocks (sh. oben). Dabei werden mit Hilfe des Cash Flow Generators die zukünftigen zinstragenden Cash Flows ermittelt, z. B. unter der von EBA geforderten Constant Balance Sheet Assumption oder auch unter einer dynamischen Geschäftsplanung. Zinselastizitäten und Credit Spreads können bei der Generierung der Neugeschäfte auf Produktgruppenebene konfiguriert werden. Ebenfalls ist es auch für NII möglich, kundenbezogene Optionalitäten mit Hilfe des Cashflow Generators zu berücksichtigen. Beide Module bieten ein konsistentes Data Lineage und Nachvollziehbarkeit. Ein entscheidender Aspekt der Abacus360 IRRBB Solution ist die Konsistenz zu anderen auf Cash Flows basierenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen, z. B. LCR, NSFR oder ALMM, aber auch aus der ökonomischen Perspektive. Damit unterstützt Abacus360 Banken signifikant bei der Erfüllung der ICAAP-und ILAAP-Anforderungen nach risiko- und säulenübergreifender Konsistenz der Methodik.

Interessiert? Schreiben Sie uns an!

Wir benutzen reCaptcha um unsere Formulare abzusichern. Das erfordert aktiviertes JavaScript.

Bitte füllen Sie alle mit einem Stern markierten Felder aus.

Produktdemo Toggle

Produktdemo

Wir benutzen reCaptcha um unsere Formulare abzusichern. Das erfordert aktiviertes JavaScript.

Bitte füllen Sie alle mit einem Stern markierten Felder aus.