Finanzinstitute müssen verschiedene Risiken wie Kredit- und Kontrahentenausfallrisiko, Liquiditätsrisiko und Marktpreisrisiko inkl. barwertigen und periodischen Zinsänderungsrisken ermitteln und messen, um künftige Verluste prognostizieren zu können. Abacus360 Banking Risk ist eine Standardsoftware für Financial Risk Management, Valuation und Asset Liability Management und bietet Module zur Bewertung und Simulation für einfache und komplexe Finanzinstrumente an. Die Standardmodule lassen sich nach dem Baukastenprinzip zu einer passgenauen kundenspezifischen Lösung kombinieren.

Abacus360 Banking Risk ist das Ergebnis von über 20 Jahren Erfahrung im Bereich Risikomanagement, Regulierung und Meldewesen von Banken und beinhaltet auch die bewährten Module für Risk & Valuation (RiVa). Abacus360 Banking Risk bietet Enterprise-Solutions für Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie für zugrunde liegende Berechnungen wie die Bewertung von Finanzinstrumenten oder Cashflow-Generierung.

Warum Sie sich für Abacus360 Banking Risk entscheiden sollten

Abacus360 Banking Risk: Financial Risk Management, Valuation und Asset Liability Management

Mit Abacus360 Banking Risk steht Banken eine große Bandbreite der finanzmathematischen Themen Bewertung, Simulation und Risikoquantifizierung zur Verfügung. Die Software ermöglicht die Kalkulation von regulatorischen Kennziffern und Risikokennzahlen auf Basis eines einheitlichen, redundanzfreien Datenmodells für:

  • Cashflow Generierung
  • Bewertung
  • Adressrisiken
  • Marktrisiken (inkl. periodischen und barwertigen Zinsänderungsrisiken)
  • Liquiditätsrisiken

Abacus360 Banking Risk deckt eine große Bandbreite der Finanzinstrumente von einfachen Kredit- und Handelsprodukten bis hin zu exotischen Derivaten ab. Dabei werden die gängigen Usancen wie zum Beispiel Zins- oder Datumskonventionen berücksichtigt.

Durch die Zusammenführung der verschiedenen Risikokomponenten in Abacus360 Banking Risk entsteht eine integrierte Lösung mit einheitlichem Datenmanagement, einheitlicher Benutzerführung und Berichterstellung sowie konsistenten, aufeinander aufbauenden Rechenfunktionen. Die Anforderungen aus BCBS 239 oder ICAAP und ILAAP nach risiko- und säulenübergreifender Konsistenz der Daten und Methoden werden so optimal unterstützt. Eine Vielzahl an Hilfsmitteln unterstützt darüber hinaus die aktive Analyse und bietet zusätzliche Funktionen, die in der internen ökonomischen Berichterstattung für Risikothemen verwendet werden.

Abacus360 Banking Risk bietet Module zur Bewertung, Simulation und der Abbildung besonderer regulatorischer Anforderungen für einfache und komplexe Finanzinstrumente und ihre Derivate an. Die Standardmodule lassen sich nach dem Baukastenprinzip zu einer passgenauen kundenspezifischen Lösung kombinieren.

Basismodule Abacus360 Banking Risk

  • Cashflow-Generator

    Der Cashflow Generator dient zur Ermittlung der unterschiedlichen Cashflows von Finanzprodukten (vertraglich, ökonomisch und verhaltensabhängig) für unterschiedliche bankfachliche Anforderungen wie Liquiditätsablauf- oder Zinsbindungsbilanz (LAB, ZBB). Es erfolgt die Berechnung zahlreicher Attribute der Cashflows, wie Höhe, Datum, Typ (Zins, Nominal, Fee) und Barwert. Variable Cashflows werden über Forward Rates berechnet. Die Bewertung der Cashflows aus Optionalitäten erfolgt unter Berücksichtigung von Ausübungswahrscheinlichkeiten. Für konfigurierbare Produkttypen kann der Cashflow Generator verhaltensabhängige Cashflows ermitteln.

  • Valuation Engine

    Die Valuation Engine ermittelt Barwerte und Sensitivitäten von einfachen, komplexen und exotischen Finanzprodukten unter Berücksichtigung von Spreads für das komplette Retail- und Investmentbanking-Spektrum. Sie bildet die Basis für andere Module, die verschiedene steuerungsrelevante Kennzahlen berechnen oder Berechnungen für das aufsichtsrechtliche Meldewesen durchführen. Für die Bewertung steht eine Reihe von Modellen zur Verfügung (analytisch, Bäume oder Monte Carlo). Die Bewertungsmethode und ihre Parameter können pro Finanzprodukt konfiguriert werden.

  • Simulation Engine

    Die Simulation Engine erzeugt verschiedene Marktdaten-Szenarien. Dies kann auf zwei Arten erfolgen:

    • Durch historische Simulation basierend auf relativen Marktdaten-Änderungen aus der Vergangenheit, die auf aktuelle Marktdaten angewendet werden.
    • Durch Szenario Simulation (Stress Testing / Worst Case), bei denen die relevanten Szenarien über Regeln spezifiziert werden können (z.B. Verschiebung aller Aktienvolas um 10 % nach oben, Verschiebung alle EUR Zinskurven um 140 bp nach oben / unten).

    Die Simulation Engine führt mit Hilfe historischer Simulationen die Vorberechnungen für die Value-at- Risk- und die Expected Shortfall-Berechnung durch. Die Berechnung des VaR erfolgt durch die Value-At-Risk (VaR) Engine auf allen Hierarchiestufen des Portfolio-Baumes (bis auf Einzelgeschäftsebene, falls konfiguriert) auf Basis historisch simulierter Barwerte.

  • Value at Risk (VaR) Engine

    Die Value at Risk (VaR) Engine ermittelt verschiedene Risikomaße (VaR, Expected Shortfall) auf verschiedenen Aggregationsebenen (Einzelgeschäft, alle Portfolio-Ebenen) auf Basis historisch simulierter Barwerte.

  • CreditVaR Engine

    Abacus360 Banking Risk bietet Banken mit der CVaR Engine ein etabliertes Kreditportfoliomodell (CreditRisk+) für die Berechnung der Verlustverteilung, Credit Value at Risk und Expected Shortfall auf Portfolioebene sowie auf Ebene von Kreditnehmer (-einheiten) durch eine analytische Lösung oder Monte-Carlo-Simulation. Es erfolgt darüber hinaus eine Berücksichtigung von Migrationsrisiken durch die Verschlechterung der Bonität des Emittenten.

  • Economic Value to Equity (EVE) Solution

    Die Economic Value to Equity (EVE) Solution ermittelt den barwertigen Effekt von Zinsänderungen. Dafür werden die Cashflows der dem Zinsrisiko unterliegenden Positionen für verschiedene Zinsszenarien berechnet. Die Lösung bietet die in den EBA-Richtlinien beschriebenen Zinsszenarien (+/- 200 Basispunkte und 4 nicht parallele Stressszenarien). Die Berechnung erfolgt mit einem IRRBB-spezifischen Produktfilter unter Ausschluss von CET1-Instrumenten. Die von der EBA geforderte Berechnung der währungsabhängigen Zinsuntergrenze wird berücksichtigt.

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  • Net Interest Income (NII) Solution

    Die Net Interest Income (NII) Solution ermittelt für einen gegebenen Vorschauzeitraum und ein gegebenes Zinsszenario das Zinsergebnis für Produkte des Anlagebuches, wobei verschiedene Annahmen über die Entwicklung der Bilanz zugrunde gelegt werden können.

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  • Liquidity Risk Solution (LRS)

    Für das Liquiditätsrisikomanagement bietet Abacus360 Banking Risk das Modul Liquidity Risk Solution (LRS), welches die gemäß Säule II (ILAAP) geforderte LAB (Liquiditätsablauf-Bilanz) inkl. der Berechnung von Funding Risks sowie Liquiditäts-Stresstest-Reports (LST) auf Basis konfigurierbarer Regeln zur Verfügung stellt. Die Lösung verwendet die im Cashflow Generator erstellen verhaltensabhängigen Cashflows auf Basis von parametrisierbaren Szenarien und Stress Tests.

    Für die normative Perspektive gemäß ILAAP bietet ABACUS/ LiMa einen LCR Forecast an. Dieses kann z.B. für die Analyse der Auswirkungen von geplanten Trades und die Balance Sheet Optimization verwendet werden. Ein analoges Modul für das NSFR-Forecasting befindet sich in Umsetzung bis 2020.

Aufbauend auf einem einheitlichen, redundanzfreien Datenmodell können mit Abacus360 Banking Risk verschiedene Risikowerte berechnet werden. Neben regulatorischen Metriken wie LCR oder RWA können Finanzinstitute Risikokennzahlen wie (Credit-)Value-at-Risk, Expected Shortfall für Kredit- und Marktpreisrisiken oder Liquiditätsablaufbilanzen ermitteln. Dabei kann auf eine umfangreiche Bibliothek von Algorithmen zur Bewertung und Quantifizierung zurückgegriffen werden.

Um individuelle Anforderungen zu erfüllen, bietet Abacus360 Banking Risk zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten. Der Prozess zur Auswahl der Marktdaten beispielsweise kann flexibel definiert werden, ebenso wie die Bewertungsmethode und ihre Parameter für die einzelnen Finanzprodukte.

Zusammen mit den Abacus Banking Regulatory Lösungen für das regulatorische Meldewesen ist Abacus360 Banking eine integrierte Lösung für Regulatory Reporting, Financial Risk Management, Bewertung und Asset Liability Management. Durch die Zusammenführung der verschiedenen Risiko- und Meldewesen-Komponenten bietet Abacus360 Banking eine integrierte Lösung mit einheitlichem Datenmanagement, einheitlicher Benutzerführung und Berichterstellung sowie konsistenten, modularen Rechenkernen. Die Anforderungen aus BCBS 239 oder ICAAP und ILAAP nach risiko- und säulenübergreifender Konsistenz der Daten und Methoden werden so optimal unterstützt. Eine Vielzahl an Tools unterstützt darüber hinaus die aktive Analyse und bietet zusätzliche Funktionen, die im internen Risk Reporting und Analytics verwendet werden.

Business Intelligence Funktionalitäten

  • Smart Cube Analyzer

    Smart Cubes ermöglichen eine schnelle und detaillierte Analyse aller berechneten Ergebniskennzahlen und Zwischenergebnisse wie Cashflows, (Ergebnis) Daten für FRTB, (Credit) Value-at-Risk und Liquiditätsrisikometriken. Es können verschiedene Dimensionen definiert werden, unter denen die Daten ausgewertet und analysiert werden können. Die Dimensionen stellen eine spezifische Sicht auf die Daten dar und können als Filterkriterien verwendet werden, z.B. können Cashflows pro Währung oder pro Cashflow-Typ oder pro Tag des Auftretens analysiert werden. Ein weiteres Beispiel ist Credit VaR, die pro Sektor oder pro Ausfallwahrscheinlichkeit angezeigt und analysiert werden kann. Es ist möglich, die Daten graphisch darzustellen, Ergebnisse aus verschiedenen Referenzdaten zu vergleichen und sie über mehrere hierarchische Aggregationsstufen zu verfolgen. Der Smart Cube Analyzer kann für die Datenanalyse genutzt werden. Darüber hinaus können individuelle Ansichten, Dimensionen und grafische Darstellungen definiert werden.

  • Template Designer

    Mit dem Template Designer ist es möglich, verschiedene Regulierungs-, Risiko- oder Einzelberichte auf Basis der Ergebnis- und Zwischenergebnisse für alle genannten Berechnungen zu generieren, modifizieren und organisieren. Der Zugriff auf alle Entitäten des Abacus360 Datenmodells ist möglich. Darauf aufbauend können Benutzer eigene Zuordnungsregeln und Layouts zeilenbasiert, spaltenbasiert oder zellbasiert ähnlich wie bei MS Excel™ definieren. Eigene Standardformulare können als „Templates“ geladen werden. Mit Hilfe dieses Tools können Risikomanager ihre Berichte (z. B. Liquidity Risk Report oder andere Risikoberichte) nach ihren Bedürfnissen und Notwendigkeiten leicht definieren und generieren.

Zielarchitektur Abacus360 Banking Risk

Abacus360 Banking Risk basiert auf der innovativen Abacus360-Plattform, einer Weiterentwicklung der bewährten Abacus Plattform. Die Abacus360 Plattform bietet einen neuen, innovativen Rechenkern, der Technologien wie In-Memory-Verarbeitung, Grid-Architekturen und Cloud nutzt und damit eine signifikante Performance-Steigerung und Flexibilität im Betrieb ermöglicht.

Abacus360 hat ein optimiertes, einheitliches Datenmodell, das redundante Datenhaltung minimiert. Ergebnisdaten werden modulübergreifend konsolidiert gespeichert. Abacus360 ermöglicht außerdem eine Versions- und Mehrsprachenfähigkeit sowie Multi-GAAP-Verarbeitung. Das einheitliche Datenmodell von Abacus360 ermöglicht eine langfristige Wartbarkeit auch unter sich ständig ändernden Rahmenbedingungen sicher.

Zielarchitektur Abacus360 mit Abacus360 Banking Risk

Mittelfristig ist auch die Migration weiterer Produkte - ABACUS/Transactions, ABACUS/Solvency II und Abacus Regulator - auf Abacus360 geplant.

Verteilte Verarbeitung mit Apache Spark

Die Basisarchitektur von Abacus360 Banking Risk ist eine 3-Tier-Architektur mit klarer Trennung von GUI, Applikationslogik und Datenhaltung, die auf der verteilten Verarbeitung mit Apache Spark basiert. Apache Spark ist ein Cluster Computing Framework mit hoher Marktakzeptanz für Big Data Projekte.

Apache Spark ermöglicht die Verarbeitung sehr hoher Datenvolumina (mehrere 100 Mio. Datensätze), hat gute vertikale und horizontale Skalierungsmöglichkeiten und zeigt eine gute Skalierung bei unabhängigen Verarbeitungen in parallelen Prozessen. Somit ermöglicht Apache Spark die stabile Verarbeitung großer Datenvolumina in kurzen Zeitfenstern und die parallele Verarbeitung mehrerer Prozesse oder Institute.

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