Mit dem Rundschreiben 9/2018 vom 12. Juni 2018 hat die BaFin nunmehr die EBA Guidelines 2015/08 in wesentlichen Punkten umgesetzt. Damit ist RS 11/2011 (BA) außer Kraft gesetzt.

Was ändert sich? Insbesondere für kleinere Banken dürfte die Abschaffung des Ausweichverfahrens von hoher Bedeutung sein. Das Ersuchen der Banken, das Ausweichverfahren nicht abzuschaffen, wurde von der Aufsicht nicht stattgegeben. Allerdings wurde im Vergleich zum Konsultationspapier eine in Einklang mit den MaRisk stehende Übergangsfrist bis 31. Oktober 2018 eingeräumt. Damit müssen zukünftig alle Banken Zinsänderungsrisiken sowohl gemäß barwertiger als auch ertragsorientierter Perspektive messen und die Ergebnisse an die Aufsicht melden. Beide Perspektiven bieten dabei Herausforderungen. Bei der barwertigen Ermittlung wird insbesondere die Berücksichtigung von automatischen und verhaltensabhängigen Optionalitäten bei der Quantifizierung der Zinsänderungsrisiken eine Herausforderung darstellen. Für den Standard-Shift von +/-200 Basispunkten gilt nun eine Floor-Regelung, die das aktuelle Niedrigzinsumfeld berücksichtigt. Die EBA Leitlinie, beim Zinsschock analog zu einer VaR-Perspektive auf das 1. und 99. Perzentil der historischen Zinsänderung abzustellen, wurde nicht umgesetzt.

Die Neuerungen bieten fachlich einige Knackpunkte. Dies gilt natürlich auch für die technische Umsetzung. Mit Abacus Risk Solutions stehen erprobte Lösungen zur Quantifizierung von Zinsänderungsrisiken zur Verfügung. Dabei können erhebliche Synergien zu anderen Meldungen bei der Datenbelieferung gehoben werden.

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